Jubiläen - ein guter Anlass um mal über den eigenen Lebens-Verlauf, den eigenen, bisherigen Lebens-Weg nachzudenken. Ein analytischer Rückblick, mit dem Ziel nachzudenken, ob es nicht an der Zeit ist, einige Dinge zu ändern.

(Runder) Geburtstag

(Lebensereigniss, um über den eigenen, bisherigen Lebens-Weg mal in Ruhe nachzudenken)

Runde Geburtstage geben Anlass, Bilanz zu ziehen.

Meist gehen damit Erwartungshaltungen einher: Was habe ich erreicht, was nehme ich mir nun vor?

An runden Geburtstagen steht man vor einem Wendepunkt, jedenfalls wird einem dies oft aus dem sozialen Umfeld eingetrichtert – etwa ab dem 30. Geburtstag. Eigentlich nur eine Zahl, aber warum haben wir einen solchen Respekt vor diesen runden Geburtstagen? Im Grunde wird man nur ein Jahr älter, wie bei jedem anderen Geburtstag eben auch. 

Und dennoch scheinen der 30., 40. oder 50. Geburtstag etwas in uns auszulösen, eine Hürde darzustellen.

Runde Geburtstage: Lebensleistungen werden Jahrzehnten zugeordnet

Runde Geburtstage markieren das Ende beziehungsweise den Anfang eines Jahrzehnts. In vielerlei Hinsicht sind wir es gewohnt, in Dekaden zu denken.
Und es verleitet oder erleichtert das einfache Zuordnen von bestimmten Lebensleistungen und -herausforderungen in bestimmte Jahrzehnte. 

Die runden Geburtstage sind also häufig ein Anlass, um Bilanz zu ziehen:

  • Was habe ich mir vorgenommen,
  • wovon geträumt,
  • was gewünscht,
  • worauf hingearbeitet?

Dabei ist ausschlaggebend, vor welchem runden Geburtstag man gerade steht. Denn jeder Dekade werden von der Gesellschaft vermeintlich andere Lebensaufgaben und -ereignisse zugeordnet.

  • Was muss ich bis zu meinem nächsten runden Geburtstag vorweisen,
  • was erreichen und 
  • wofür ist es jetzt zu spät?

Runde Geburtstage können oft auch emotionalen Druck ausüben

Am Beispiel eines 30. Geburtstags könnte überlegt werden,

  • wie die (Aus-)Bildung gelaufen ist,
  • welchen Grundstein man sich für einen Beruf gelegt hat,
  • wie gut man gerüstet scheint für zukünftige Aufgaben.

Hat man alles gemacht, was 'man' bis 30 so machen sollte?

Zwischen 30 und 40 Jahren stehen hingegen meist Anforderungen wie

  • die Familiengründung,
  • eine solide berufliche Existenz mit ersten Aufstiegen und Erfolgen
  • sowie das Schaffen von Eigentum auf dem Plan.

Probleme gibt es meist, wenn mit Überschreiten einer gewissen Altersgrenze Dinge als 'unmöglich' erklärt werden
Erfüllen wir diese Vorgaben nicht, sind wir unzufrieden oder stoßen auf Unverständnis – wie zum Beispiel, wenn wir mit 45 ein neues Studium beginnen oder mit 50 Jahren noch an Nachwuchs denken.

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